13.09.2026, Sonntag. Das ist jetzt unser Rückweg. Es geht unweigerlich nach Süden, immer weiter nach Süden. Aber man kann es natürlich auch hinauszögern. Und so planen wir noch einen Zwischenstopp in Inverness ein und auf den Weg dahin liegen die Rogie Falls.

Die Rogie Falls vereinen zwei Dinge, die uns immer wieder faszinieren: Wasserfälle und Hängebrücken. Uns ist dieser Ort bereits aus einigen Besuchen bekannt. Ich gebe ihn trotzdem in das Navi als Zwischenziel ein. Und tatsächlich in der letzten Sekunde, oder auf den letzten Meter, schaue ich zufällig erst auf das Navi, dann aus dem Fenster. Und ich habe gerade noch genug Zeit, zu blinken und zu lenken. Zum Glück brauche ich ja nur nach links abbiegen.

Der kleine Parkplatz ist bereits gut gefüllt, kein Platz mehr frei. Aber wir haben Glück, als wir ankamen, macht sich gerade ein VW Bus zur Abfahrt bereit. Geschafft.
Das Wetter ist sonnig und warm, ein kleiner Rundweg führt uns zum Wasserfall und zur Brücke. Der Weg ist zwar kurz aber offensichtlich lang genug, daß sich die Menschen dann doch verlaufen. Überraschender Weise sind wir auf der Brücke sogar ganz allein und könne den Ausblick genießen.








An dieser Stelle gibt es manches mal ein Schauspiel zu beobachten: springende Lachse. Diesmal waren sie leider nicht so aktiv. Ich konnte nur zweimal einen Fisch springen sehen. Vielleicht war es die falsche Jahres- oder Tageszeit. Trotzdem haben wir diesen Stopp sehr genossen. Als wir wieder in Auto stiegen, warten schon zwei Autos auf freiwerdende Parkplätze. So voll hatten wir es hier auch noch nicht erlebt. Vielleicht waren wir diesmal zur falschen Jahres- oder Tageszeit hier?
Dann geht’s weiter nach Inverness, zunächst zum Tesco, nochmal ein wenig einkaufen (nicht viel, wir dürfen ja leider keine Lebensmittel mit nach Europa nehmen) und tanken. In den Highlands liegen die Preise ca. 10 p über den Preisen in Inverness.
Dann treffen wir uns mit der Familie von Cotrix. (Leider ist er selbst in Dundee zu einem Meeting.) Wir freuen uns, unsere Geschwister wieder zusehen, die uns vor 14 Tagen so freundlich aufgenommen haben. Außerdem können wir auch nochmal unser Englisch trainieren.
Witzig: Wir können Ihnen ein wenig Inverness zeigen. Wir laufen am Caledonia Canal entlang, bis zur ersten Schleuse. Dann geht’s wieder zurück. Unterwegs gibt’s Brombeeren, die Kinder sind begeisterte Brombeer-Pflücker und -Esser.

Alle finden sehr schnell gefallen daran.

Hier hängt extra ein Spiegel in der Brombeerhecke, damit die Veränderung beobachtet werden kann!

An unserem Auto gibts noch eine kleine Stärkung und eine Führung durch unser fahrendes Haus. Der jüngsten Tochter gefällt es spontan so gut (insbesondere unser einladendes Bett), daß sie ihrer Mutter Lebewohl sagt und bei uns einziehen will.
Wir sind uns nicht ganz sicher, wie lange die Begeisterung der 4jährigen anhält. Wir vertrösten auf ein mögliches Wiedersehen in Deutschland und geben sie wieder ihrer Mutter zurück.
Auch am späteren Nachmittag ist es noch sehr sonnig und warm, ca. 18°C.
Unser Stellplatz ist diesmal auf einem größeren Parkplatz am Caledonia Canal. Für 10 £ darf man hier auf einigen gekennzeichneten Parkplätzen stehen. Aber man steht wirklich dicht an dicht, halt so wie auf einem Parkplatz. Zum Glück haben wir einen Außenplatz, so haben wir auf der rechten Seite freie Sicht – auf den Kreisverkehr. Aber der Verkehr hat zum Abend hin deutlich abgenommen.
