Loch Achall und Glen Achall

12.09.2026, Samstag. Unser Weg führt uns zurück nach Ullapool. Da wir beim letzten Besuch vor 2 Wochen einen wunderschönen Regentag hatten, ist eine Wanderung noch offen: hinein in das Glen Achall und zum Loch Achall. Ein wunderschönes Tal, umgeben von hohen Klippen und Berghängen.

Vom Campingplatz aus braucht es 2 km bis man die Privatstraße erreicht, die in das Tal führt. Leider darf man diese nicht befahren, denn man braucht weitere 3 km bis man das eigentliche Tal erreicht. Davor geht der Weg an einem Industriegelände und einen Steinbruch vorbei. Beides eher langweilig.

Steinbruch am Wegesrand

Aber wenn man das Tal dann endlich erreicht, dann wird man für den langen Weg belohnt. Gleich am Anfang geht’s über den Ullapool River. An einer alten Holzbrücke zwängt sich der Fluß schäumend durch ein kleine Felsspalte. In dem kleinen Becken dahinter sind unsere Kinder vor 20 Jahren geschwommen! (Zumindest unsere größere Tochter)

Endlich liegt das Glen Achall vor uns.
Brücke über den Ullapool River – hoffentlich hält sie….
Durch diese hohle Gasse muß der River sich zwängen…

Das Tal weitet sich und der See liegt vor uns, im Süden und Norden erheben sich hohe Klippen über dem Ebenen Tal. Kleine Baumgruppen stehen in der Landschaft und lockern sie auf.

Blick auf Loch Achall
Weg entlang des Sees

Unser Weg führt uns am See vorbei, immer weiter in das Glen Achall. Eigentlich wollten wir bis zu einem kleinen idyllischen Cottage wandern, in dem wir schon zweimal eine Urlaubszeit verbrachten. Aber das wären dann in einer Richtung 12 km gewesen, zurück wahrscheinlich auch wieder. Und das war uns dann doch zulange. Es kamen dann 20 km zusammen und da wir erst 15 Uhr losgegangen sind, waren wir erst 20 Uhr wieder am Auto.

Hohe Felsklippen rahmen das Tal ein.
Der Weg führt immer weiter in das Tal hinein. Aber wir müssen uns auf den Rückweg machen.
Der kleine weiße Punkt ist das Cottage, daß wir schon zweimal gemietet haben.

Das Wetter war auf unserer Wanderung überraschend gut. Kein Regen, zwar starker Wind (der längs durch das Glen wehte) aber später kam sogar die Sonne heraus, die uns fast den ganzen Rückweg begleitete.

Zum Abend ziehen dann doch wieder Wolken auf (hier über dem Beinn Ghobhlach

Als wir heute morgen am Broch Dun Dornaigil aufwachten, regnete es stark, die Wolken hingen tief im Tal und es sah nach einem weiteren Regentag aus. Eigentlich nicht schlimm, dann war weniger Ausflugsverkehr auf der extrem schmalen Straße zu erwarten.

Morgenstimmung mit Regen
Regentag oder Sonnentag – wo soll die Reisen hingehen?

Der Weg führte uns durch das Highland nach Ullapool, das ist jetzt leider der Anfang unserer Rückreise.

Lairg Railway Access Bridge – also keine Eisenbahnbrücke sondern nur der Fußweg dahin, falls man mit der Bahn fahren möchte/ muß und auf der falschen Seite des Flusses ist.
Nebst Anglerin, die gerade den Stechginster gefangen hat. Ich befreie ihre Fliege heldenmutig aus selbigen. Der Stechginster heißt übrigens zu recht so.
Wenn man dort hineinfällt, dann weiß man wie sich ein Igel fühlt, der ausversehen seine Sachen verkehrt herum angezogen hat.
Die Brücke ist wirklich in die Jahre gekommen. Die einzelnen Bretter lösen sich fast auf und biegen sich bei jedem Schritt durch. Hinzu kommt natürlich das schwingen der Brücke, aber deshalb finden wir Hängebrücken ja unwiderstehlich.
Die Anglerin.
Ich finde es immer wieder faszinierend, wie die Schnur mehrfach geschwungen wird und dann in den Fluss geworfen wird.

Am Abend hören wir dann die „Last Night of the Proms“. Diese fängt zwar um 19 Uhr an, aber da wir in Schottland ja den BBC iPlayer nutzen können (in D wird die Anwendung blockiert), können wir auf den Anfang zurück spulen und alles hören.
Im Arch Inn gibt’s heute keine Life Music – wir können eh nicht mehr laufen.

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