Edinburgh – Royal Military Tattoo

Es gibt Dinge, die wir niemals im Urlaub machen. Wirklich niemals, ausnahmslos!
Zum Beispiel gehen wir niemals in große oder kleinere Städte.

Wir können nichts dafür, für uns ist das einfach nur Qual, das ganze Gedränge, Umhergeschubse, ein Souvenirladen neben dem Anderen. Egal wie schön die Stadt auch sein mag, uns ermüdet es schon nach wenigen Schritten.

Ein Stadtbummel – ist das nicht herrlich?

Und ich persönlich verabscheue Militärkapellen, Spielmannszüge, Fanfarenzüge und sonstige Züge (die Bahn ausdrücklich eingeschlossen). Und das obwohl ich von Kindheitstagen durch die Bekanntschaft meiner Eltern zum Leiter des BMK Magdeburg geprägt war.
BMK, das heißt (oder hieß) BezirksMusikKorps, eigentlich Bezirksmusikkorps der FDJ und Pionierorganisation „Ernst Thälmann“.
Dieses hin und her marschieren und Blasmusik gemache, nun ja, wer es mag – ich jedenfalls nicht.

Was hat das aber mit Edinburgh zu tun? Nun hier gibts jeden Sommer 3-4 Wochen täglich ein Military Tattoo mit Dudelsackformationen und Militärkapellen aus aller Welt. Alles in einer Arena vor dem Edinburgh Castel für ca. 9.000 Besucher täglich!
Und das ist wiederum so toll, daß wir schon Anfang des Jahres Plätze gebucht haben!

Also auf nach Edinburgh! Niemals, nie – das ist jetzt, heute! Juhu!

Der Sonnenuntergang hat gestern ja irgendwie nicht geklappt. Dafür ist es mit dem Sonnenaufgang fast perfekt gelaufen!

Von der schottischen Grenze nach Edinburgh ist es eine Strecke von ca. 1,5 Stunden. Also bleibt uns genug Zeit den Tag gemütlich anzugehen:
Zuerst wandern wir gleich dort wo wir die Nacht verbracht haben: im Grenzland zurück auf die englische Seite.
Danach kurzer Halt in Jedburgh ein kurzer Blick auf die Jedburgh Abbey.
Weiter geht’s zum Leaderfoot Viadukt, mit Wanderung Richtung Melrose Abbey

Northumberland in England
Gipfelstürmerin
Jedburgh Abbey
Im Grenzland bauen, war schon immer ein Risiko. In Schottland ist es immer schiefgegangen.
Leaderfoot Viadukt – alte Eisenbahnbrücke (nicht mehr in Betrieb) über den Tweed
Alte und neue Straßenbrücke über den Tweed
Kleines Dorf auf den Weg zur Melrose Abbey
Durch solche Orte zu gehen, das macht wirklich Spaß!
Handy und E-Mail in früheren Zeiten

Jetzt müssen wir uns aber doch sputen, um endlich Edinburgh zu erreichen, bzw. den Campingplatz in Mortonhall, südlich von Edinburgh. Nach dem wir eingecheckt, gehts mit dem Bus ab in die Stadt und hinein in das Vergnügen.

Man steigt aus dem Bus aus und weiß sofort, daß man hier niemals hin will!
Die Stadt ist mit Straßensperren versehen, massiver als in früheren Zeiten in Marienborn!
Ob man sich hier gegen einen Angriff aus dem Süden wappnen will?
Selbst die beliebten „Merkel-Poller“ können damit nicht mithalten.
Aber es gibt auch schöne Winkel: die schmalen, engen Gassen, die die Altstadt durchziehen
Oder das John Knox Monument.
John Knox, schottischer Reformator 16. Jhd.
Er betete: „Gib mir ganz Schottland – oder ich sterbe!“
Er führte ganz Schottland in die Reformation!
Endlich können wir uns in das Einlasse Gedränge begeben.
Tribüne von unten.
Military Tattoo – man muß es selbst erleben. Hier ein paar Impressionen
Und Ja: Das BMK hätte auch sehr gut hier her gepasst.
Hier aber die Jungs (und Mädchen) aus Neuseeland

Es wird ein langer Tag – um 0:30 Uhr sind wir wieder auf dem Zeltplatz zurück.

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