Wir sind jetzt irgendwo in der Mitte Schwedens. Wenn jemand am Telefon fragt, wo man gerade ist, dann sagt man halt: „in der Mitte Schwedens“ und hat den Eindruck daß die andere Seite des Telefons immer noch nicht weiß, wo wir gerade sind.
Bei einem Land in der Form eines langgestreckten, schiefwink(e)ligen Vierecks sollte die Beschreibung doch Recht einfach und zielführend sein. Man faltet das Viereck einmal längs und einmal quer – und schon hat man die Mitte. Und in diesem Winkel sind wir halt, mehr oder weniger.
Für viele zählt, glaube ich, nur die Bezeichnung Nord-Schweden oder Süd-Schweden. Und dafür ist die Lage oberhalb oder unterhalb Stockholms entscheidend. Obwohl Stockholm im unteren Drittel liegt.
Mein Autoatlas – Sverige Vägatlas von Motormännens – unterscheidet auch noch in die Karten mit großem Maßstab und die Karten mit kleinerem Maßstab. Und wir haben jetzt die Gegend mit dem kleineren Maßstab gerade so erreicht.
Und dort hinein hat man 1909 den kleinen Hamra Nationalpark angelegt. Auf 400 m Höhe liegt ein Sumpfgelände, durchzogen von kleinen Bächen und Tümpeln. Alles ist sumpfig und der Boden schmatzt und saugt an den Füßen, es wankt und schwankt wie … wie … , naja, wie auf sumpfigen Boden eben.

Vor allem den goldenden Stern in Form einer Krone.




Es gibt drei Eingänge mit jeweils einem kleinen Rundweg, die – zum Glück – auf Bretterstegen über den Sumpf hinwegführen. Dazwischen immer mal wieder normaler Waldboden, mit großen Steinen dazwischen.
Ein Rundweg hat auch einen Aussichtsturm. Der Turm schwankt auch (wie der Boden ringsum her). Wir haben vergessen, diesen Turm abzulichten. Aber es gibt Fotos vom Turm herab.




Und wie es uns immer fasziniert, wie sie sich so anmutig um die Bäume winden?





Und ich dachte immer im Nationalpark Hamra sei eine goldene Krone in Form eines Sterns!
Sehr hübsch. Die wege erinnern mich an Singletrack Roads in einem anderen nordischen Land. Ganz schön mutig, da vom Wege abzukommen…