Der Elch – ein nordischer Mythos

Als ich ein (nicht mehr ganz so) kleiner Schüler war, so ungefähr in der 8. oder 9. Klasse, bekamen wir eine neue Lehrerin. Sie war keine neue Lehrerin, aber in unserer Klasse war sie neu.

Und ihr Lieblingssatz war: „Ich glaub mich knutscht ein Elch!“
Nun war damals, in dem Winkel der Welt, in dem ich lebte, die Existenz eines Landes Schweden schon fast ein Mythos. Aber ein Elch, noch dazu ein knutschender, war für alle unvorstellbar. Das wurde dadurch ausgeglichen, daß oben zitierter Satz nach Belieben verwendet wurde.
So waren wir Schüler in aller Regel ratlos, wie wir der geknutschten Lehrerin helfen konnten.

Archivbild: Elch

Jahre später, also jetzt, bin ich mir sicher, daß Schweden existiert. Bezogen auf den Elch bin ich mir dessen nicht sicher.
Mein Arbeitshypothese: Der Elch ist eine Erfindung der Schweden, um ihr Land bei Touristen interessant zu machen!

Ja, es gibt jede Menge Souvenire: Stoff-Elche und Blechtassen mit Elch Bildern und dergleichen mehr. In jeder zweiten oder dritten Stadt in Schweden steht eine Elch Skulptur etc.
Aber wo gibt’s diese Tiere zu sehen? Natürlich nur in extra eingerichteten Elch-Safarie-Parks. Dort fahren dann Touristen hin und schauen sich begeistert diese Tiere an. (OK, waren wir angeblich auch schon dort)

Kann es sein, daß die Schweden andere Tiere umgestalten, damit sie aussehen, wie etwas was man noch nie gesehen hat? Wie ein Elch zum Beispiel?
Vergleiche zum Beispiel mit den bayrischen Wolpertinger (Eichhörnchen mit Entenschnabel oder Hasen mit Entenflügeln)?
Grundlage für diese Umgestaltung könnte z.B. ein Pferd oder eine Kuh sein. Und da man auch im Elch-Park die beliebten Tiere nur von der Ferne sieht … perfekt, alles richtig gemacht!

Archivbild: Elch
Deutlich zu erkennen sind die Körperteile, die einfach nicht zu einander passen!

Vielleicht wirst du jetzt sagen: Aber ich habe doch schon selbst einen Elch gesehen!
Das mag sein – und auch wir haben schon gelegentlich einen Elch gesehen. Aber diese Sichtungen sind sehr selten, insbesondere da es 400.000 Elche geben soll! Na, jetzt bist du sicher auch stutzig geworden.
Kann es sein, daß diese seltenen Sichtungen auf entlaufene „Wolpertinger“ zurückzuführen sind?
Das würde auch erklären, warum jeder Schwede im Herbst los zieht und mit allem was als Gewehr durchgeht, Jagd auf diese Mischwesen – genannt Elche – macht! Schließlich möchte man den Schwindel nicht auffliegen lassen!
(Vergleiche auch Kinofilm von 1978 „Unternehmen Capricorn“ – zwar über Marsmission der NASA aber mit dem gleichen Impetus)

Und einen letzten Beweis, diesmal aus einem schwedischen Grundschul-Lesebuch:
Dort steht (und so lernt es schon der kleine Schwede in der Grundschule):
„Häftigt, jag ser älgen!“ – auf Deutsch: „Verrückt, ich sehe den Elch!“
Aber das verräterische an diesem, nur scheinbar, unschuldigen Satz, ist die Aussprache: „älgen“ (der Elch) wird genauso wie das englische Wort „Alien“ (Außerirdische) ausgesprochen!
Mithin, kann der obige Satz auch so übersetzt werden:
„Verrückt, ich sehe Außerirdische!“
Punkt – Satz und Sieg oder Quod erat demonstrandum!

Gestrige Elchsichtung
Gut erkennbar sind die aufgesetzten Hasenohren und die unterschiedliche Gangart der Vorder- und Hinterläufe!

2 Kommentare zu „Der Elch – ein nordischer Mythos“

  1. Kann es sein, dass dieses schwedische Grundschul-Lesebuch von einer grünen Eule kuratiert wird? Komm, gibs zu! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert